Burmilla – Burmillakatzen

Ursprung

Die Rasse entstand in England im Jahre 1981 zufällig. Es lebte ein Chinchilla Perserkater namens Jemari Sanquist und eine Burmakatze namens Bambino lilac Fabergé bei Baronin Miranda Bickford-Smith (geborene von Kirchberg, Astahazy cattery ). Beide durften zusammen im Kinderalter miteinander spielen, als aber die Burmakatze rollig wurde hat Fr. Bickford- Smith beide getrennt, denn für sie war ein Burmakater ausgesucht worden. Eine Bedienstete des Hauses hatte aber die Tür offen stehen gelassen und so kam es zu einer Romanze mit Folgen, zu Gunsten dieser neuen Rasse.

So entstand der Name Burmilla = Burma+ Chinchilla.

Bereits 3 Jahre später (1986) gab es einen eigenen Verein für diese noch seltene Rasse, den Burmilla Cat Club. Im Jahre 1996 hat auch die FiFe (Fédération Internationale Féline) diese Rasse aufgenommen. Heute ist die Burmilla als eigenständige Rasse anerkannt.

Leider fehlt es dieser Rasse in Europa an Popularität, warum weiß man nicht. In Deutschland gibt es derzeit nur 5 Züchter, die sich dieser Katzenrasse verschrieben haben.


Farben / Farbvarianten

Gruppe I (Non- Orange)

Black silver shaded/shell BML ns 11/12
blue silver shaded/shell BML as 11/12
chocolate silver shaded/shell BML bs 11/12
lilac silver shaded/shell BML cs 11/12

Gruppe II (Orange)

red silver shaded/shell BML ds 11/12
cream silver shaded/shell BML es 11/12
black tortie silver shaded/shell BML fs 11/12
blue tortie silver shaded/shell BML gs 11/12
chocolate tortie silver shaded/shell BML hs 11/12
lilac tortie silver shaded/shell BML js 11/12

Shaded bedeutet, dass 1/3 der Haarspitze in der jeweiligen Farbe pigmentiert ist. Bei shell ist lediglich 1/8 pigmentiert.

Durch die Einkreuzung des Chinchilla Persers kam es auch zu einer verdeckten (rezessiven) Farbe, dem Goldton. Dieser ist derzeit nur in folgenden Vereinen anerkannt: Everycat und Loof. Bei der FiFe läuft der Antrag seit 2010 und im Jahr 2012 wird es – hoffentlich – zu der Anerkennung dieser Farbvariante kommen. Auch diese haben die gleichen Farbvarianten wie ihre silbernen Verwandten.

 


Wesen

Die Burmilla besitzt einen bezaubernden Charakter, sie ist sehr anhänglich und intelligent. Sie ist eine sehr sanfte und ausgeglichene Katze, kann aber auch sehr aktiv sein. Alles, was so herum liegt, wird sofort als Spielzeug adoptiert, Türgriffe und Schranktüren sind kein ernstes Hindernis für sie. Die Burmilla kuschelt gern in Ihren Armen, schnurrt hingebungsvoll und zeigt jenes zufriedene Lächeln, das die Rasse so unwiderstehlich macht. Die plappert auch gerne mit ihrem Menschen, dies hat sie ihrem Burma-Anteil zu verdanken.

 


Rassestandard

Die Burmilla ist eine mittelgroße Kurzhaarkatze, ihr Fell besitzt einen auffallenden Kontrast zwischen den gefärbten Haarspitzen (Tipping genannt) und der silbernen Grundfarbe.

Der Kopf ist zwischen den Ohren sanft gewölbt, der Abstand zwischen den Ohren ist von mittlerer Breite. Die Backenknochen sind breit und münden in einen kurzen stumpfen Keil. Die Nase ist kurz und gerade, im Profil sieht man einen sanften “break”.

Die Ohren sind mittelgroß bis groß und leicht nach vorne geneigt. Die Augen sind groß und ausdrucksvoll. Der obere Augenrand ist leicht gewölbt, der untere Rand ist rund. Die Augen haben eine beeindruckend grüne Farbe.

Die Burmilla ist mittelgroß, der Körper ist mittellang, besitzt eine sehr gute Muskulatur und ist sehr elegant. Eine gut gerundete Brust und ein gerader Rücken vervollständigen die harmonische Erscheinung der Rasse. Ihre Beine sind kräftig und schlank und haben ovale Pfoten. Der Schwanz ist mittellang und verjüngt sich kaum.

Das Fell ist mittelkurz (nicht so kurz wie es bei Kurzhaarkatzen üblich ist), es ist weich und dicht. Es hat so viel Unterwolle, dass es nicht so eng am Körper anliegt.

Die Grundfarbe ist silber, nur die Haarspitzen sind mit Farbe gefärbt (shaded oder shell). Im Gesicht kann man noch eine feine Geisterzeichnung als Rest einer Tabbyzeichnung erkennen.