Burma – Burmese – Burmakatzen

Ursprung

Die Burmakatze soll es Überlieferungen nach schon viele Jahrhunderte geben, demnach entstand sie wohl im damaligen Burma (heutige Myanmar)und in Thailand. Sie wurden als Tempelkatzen verehrt und leben teilweise heute noch in den Tempelanlagen. Amerikanische und europäische Katzenvereine versuchen jetzt Katzen mit ursprünglichen Linien zurückzukaufen, um diese in den Tempelanlagen wieder anzusiedeln.

Die erste domestizierte Burmakatze war Wong Mau und wurde 1930 von Dr. Joseph C. Thompsen (Arzt und Psychiater der US Marine) von Rangun aus nach San Francisco gebracht. Er vermutete, dass diese Katze des orientalistischen Typs eine eigenständige Rasse sei. Als er zurück in San Francisco war vermuteten andere Züchter, diese Katze sei eine Verpaarung von Hauskatzen und Siamkatzen. Er wollte beweisen, dass dies nicht stimmte und nahm Kontakt zu seinen Freunden und Zuchtkollegen auf, um ein Zuchtexperiment zu starten.

So kam heraus, dass Wong Mau Gene einer eigenständigen Rasse in sich trug. Im Jahre 1936 wurde die Rasse erstmalig beim CFA anerkannt, leider kam es 10 Jahre später zur Rücknahme der Anerkennung. Im Jahr 1953 dann war die CFA zur Genüge von der Entwicklung der Rasse überzeugt und gab ihr die Anerkennung zurück. Anfang der 1950er gab es die erste blaue Burmesin, bis dahin waren nur braune Burmakatzen bekannt.

Auch damals wurde darauf geachtet, dass die Burma keine Streifen oder Flecken hat. 1959 gab es die erste chocolate Katze und somit ebneten diese Katzen für weitere Farbvarianten den Weg. Anfang der 1970er wurde lilac anerkannt und Ende der 70er die Tortie- Varianten.

 


Farben

Die Burmakatze gibt es nur in 10 anerkannten Farben, diese wären:

Braun BUR n
Blau BUR a
Chocolate BUR b
Lilac BUR c
Rot BUR d
Creme BUR e
Braun-Tortie BUR f
Blau-Tortie BUR g
Chocolate-Tortie BUR h
Lilac-Tortie BUR j

 

Die Tortie- (auch genannt Schildpatt-) Farben, gibt es nur bei weiblichen Tieren

Fehler sind jegliche Streifen oder Tupfen.

Bei allen Farben ist der Unterkörper etwas heller als am Rücken und an den Beinen. Die Farben sollen gleichmäßig verlaufen. Das einzelne Haar ist abgestuft bis zu einer helleren Farbe an den Haarwurzeln. Die Abzeichen zeigen nur wenig Kontrast zur Körperfarbe, sind aber gleichmäßig ausgebildet.

 


Wesen einer Burmakatze

Was Burmakatzen neben ihren wunderbaren 10 warmen Farben so liebenswert macht, ist ihr außergewöhnliches Wesen. Denn sie sind kontaktfreudig, liebevoll, intelligent und auch sehr gesprächig. Burmesen suchen geradezu den Körperkontakt, egal ob zum Menschen oder zu ihren Artgenossen. Ihnen diesen zu verwehren, wäre eine Strafe für ihre Katze. Sie möchte bei ihnen sein, egal ob sie auf der Couch sitzen und Fernsehen, schlafen, essen oder vor dem Schreibtisch sitzen. Wo immer sie sind, wird ihnen eine Katze zur Seite stehen. Diese Rasse schließt sich sehr eng an ihre Familie an, daher kann man sie auch problemlos mit in den Urlaub oder zu Besuchen mitnehmen.

Burmakatzen sind auch für ihre Spielfreude bekannt, diese verlieren sie bis ins hohe Alter nicht, was durchaus 18-20 Jahre bedeuten kann.

 


Der Burma Standard

Fehler

Orientalische und runde Augen, Pinch und Bump.

Fehler, die ein Zertifikat ausschließen

weiße Flecken
deutliche Streifen und Geisterzeichnung
zu viel Tabby-Zeichnung bei Rot/Creme
orientalischer und britischer Typ
Zwergwüchsigkeit

Kopf

Form: Kurzer Keil und breit an den Backenknochen. Im oberen Kopfteil breit und leicht gerundet. Im Profil: leicht gerundete Stirn. Nasenspitze und Kinn bilden eine Linie
Nase: deutliche Einbuchtung (break) am Nasenansatz
Kinn: Kräftig

Ohren

Form: Mittelgroß, breit im Ansatz mit leicht gerundeten Spitzen
Platzierung: Weit auseinander gesetzt, die Außenlinie folgt dem oberen Teil des Gesichtes, leicht nach vorne geneigt.

Augen

Form: Groß und weit auseinander gesetzt. Die obere Augenlinie ist orientalisch, die untere ist gerundet.
Farbe: Gelb bis bernsteinfarben, leuchtend, lebhaft und glänzend. Form, Größe und Stellungen sind für den Ausdruck wichtiger als die Farbe. Bei älteren Tieren ist eine nachlassende Farbe erlaubt.

Körper

Größe: Mittlere Länge und Größe. Jede Ähnlichkeit mit einer Orientalin oder einer Europäisch Kurzhaar ist nicht erwünscht
Struktur: Der Körper sollte sich muskulös und kräftig anfühlen; kompakter sei als sein Aussehen vorgibt. Brust und im Profil gerundeter Rücken, gerade von der Schulter bis zum Rumpf.

Beine

Verhältnismäßig fein und in guter Proportion zum Körperbau.
Pfoten: Zierlich und oval

Schwanz

Gerade und mittellang, nicht dick am Ansatz, nur leicht zulaufend zu einer rundlichen Spitze

Fell

Struktur: Kurz, enganliegend am Körper, fast ohne Unterwolle, glänzend, mit seidiger Textur.
Farbe: Bei allen Farben ist der Unterkörper etwas heller als Rücken und Beine. Die Abzeichen nur wenig im Kontrast und gleichmäßig in der Farbe. Ohne jeglichen Streifen und Musterungen. Farben wie angegeben.

Farbschläge

braun und blau, chocolate und lilac, rot und creme, braun-tortie, blau-creme, chocolate-tortie, lilac-tortie.